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Erkundungsbohrungen

Im Rahmen der Aufsuchungsarbeiten führt KSL Erkundungsbohrungen durch, um die Erkenntnisse aus DDR-Zeiten zu bestätigen und potenzielle Erweiterungen der Lagerstätte zu untersuchen. Die erste Bohrung begann 25. September 2009 im Industriegebiet Spremberg Ost, und nach ca. drei Monate werden die ersten Ergebnisse vorliegen.

Nachfolgendes Schema erläutert den Ablauf einer Erkundungsbohrung in vereinfachter Form:

Bohrquerschnitt

Schema einer Erkundungsbohrung


1. Vorbereitung des Bohrplatzes

  • Der erste Arbeitsschritt einer jeden Bohrung ist das Herstellen eines Vorbohrloches, in das das Standrohr eingebaut und durch eine Ringraumzementation gesichert wird. Das Standrohr ist das Startbohrloch für die Erkundungsbohrung.
  • Das für die Standrohrbohrung eingesetzte kleinere Bohrgerät wird nach Fertigstellung des Startbohrloches gegen eine leistungsstärkere Bohranlage ausgetauscht, mit der die geplante Bohrtiefe von 1.300 Meter erreicht werden kann.

2. Erkundungsbohrung

  • Einbringung eines Ankerrohrs, inklusive Zementation, bis in eine Teufe von ca. 550 m. Anschließend werden noch zwei weitere Verrohrungen bis zur Erzlagerstätte eingebaut, wobei der Bohrdurchmesser nach jedem Rohreinbau kleiner wird.
  • Das beim Bohrvorgang gelöste Bohrklein wird von der Bohrlochsohle durch die Bohrspülung abtransportiert.
  • Die Erzlagerstätte wird im Kernbohrverfahren erschlossen, wobei mit einer diamantbesetzten Kernbohrkrone eine zylindrische Säule, der Bohrkern, aus dem Erz gebohrt wird. Dieser wird an die Oberfläche befördert und im Labor auf seine Erzgehalte hin untersucht.
  • Im Bereich des Erzhorizontes, aber auch in den vorherigen Bohrabschnitten, die verrohrt wurden, werden geophysikalische Messungen durchgeführt, um unter anderem den Schichtenaufbau der Lagerstätte darzustellen.

3. Wiederherstellung des Ausgangszustands

  • Minimaler Eingriff in die Natur - danach werden bereits die Bohrplätze ausgewählt.
  • Nach Beendigung der Bohrung wird das Bohrloch mit einer Zementschlämme vollständig verfüllt. Die Bohrspülung sowie auch das geförderte Bohrklein werden nach Abschluss der Erkundung auf speziell hierfür zugelassenen Deponien entsorgt. Der Bohrplatz wir rekultiviert und der Zustand vor Beginn der Arbeiten wiederhergestellt.
Die Sicherheit steht bei den Erkundungsbohrungen an erster Stelle. Berggesetze, Tiefbohrverordnungen und die Bohrbetriebspläne müssen beachtet und eingehalten werden. Bei Nichtbeachtung sieht das Gesetz empfindliche Bußgelder oder Strafen vor. Sensible Bodenschichten und Horizonte werden mit Stahlrohren abgesichert. Auf diese Weise werden auch sogenannte Aquifere, also Trink- und Grundwasserleiter, in keiner Weise beschädigt werden. Weitere Sicherheitsvorkehrungen umfassen den sogenannten "Preventer Stack", durch den das Bohrloch von möglichen Gasvorkommen abgeschirmt wird.