Spremberg, 4. Dezember 2008. Der neue Firmensitz von KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH befindet sich ab sofort in Spremberg in der Lausitz. Damit legt KSL den Grundstein für die Kupfer-Erkundung, die im ersten Quartal 2009 beginnen soll. Offiziell eröffnet wurde die KSL-Geschäftsstelle vom Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg Ulrich Junghanns und dem Bürgermeister der Stadt Spremberg Dr. Klaus-Peter Schulze. An der anschließenden Feier nahmen mehr als 30 Vertreter der regionalen Politik und Wirtschaft teil.
Die neuen Räumlichkeiten von KSL befinden sich in der Innenstadt von Spremberg und umfassen insgesamt 240 m2. Vor Ort wird in den nächsten zwei Jahren ein Kernteam mit der Projektplanung sowie der Koordination von Subunternehmen beschäftigt sein. Innerhalb der Aufsuchungsphase führt KSL geophysikalische Feldarbeiten - darunter elektromagnetische Feldmessungen und seismische Arbeiten - sowie Bohrungen durch, um die zu DDR-Zeiten explorierten Kupfererzvorräte zu bestätigen und eine Fortsetzung der Lagerstätte zu erkunden. Zudem werden in kurzer Distanz zu den Behörden, der Stadt Spremberg und der Öffentlichkeit die Genehmigungsverfahren und die Bauplanung erarbeitet, sowie eine definitive Machbarkeitsstudie erstellt.
Nach Planung und Genehmigung des Kupferbergwerks folgt ab Ende 2011 eine etwa vierjährige Bauzeit, bei der etwa 500 bis 1.000 Beschäftigte für Bau- und Anlagenfirmen tätig sein werden. Voraussichtlicher Betriebsstart des Kupfererzbergwerks ist 2015/2016. Es werden etwa 900 direkte Arbeitsplätze und in gleicher Größenordnung indirekte Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe und in der Zulieferindustrie entstehen.
Die neue Adresse von KSL Kupferschiefer Lausitz lautet:
KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH
Lange Str. 14- 16
03130 Sprembe
KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der internationalen Bergbaugesellschaft Minera S.A., die auf die Erkundung und den Abbau von Buntmetall- und Edelmetall-Erzen spezialisiert ist. Im Juni 2007 hat Minera die Aufsuchungserlaubnisse für die Kupferschiefer-Lagerstätten Spremberg und Graustein (Brandenburg) sowie Schleife (Sachsen) von den Bergbehörden der beiden Bundesländer erhalten. Für die Ausführung der entsprechenden Aufsuchungsarbeiten wurde KSL am 10. September 2007 gegründet.
Die Kupfererzvorkommen in der Lausitz wurden bereits zu DDR-Zeiten von 1954 bis 1980 erkundet. Eine Bergwerksentwicklung war seinerzeit in den 1990er Jahren geplant. Das Feld Spremberg-Graustein-Schleife erstreckt sich über eine Fläche von 15 km in der Länge und 3 km in der Breite. Die Lagerstätte hat eine Erz-Mächtigkeit von durchschnittlich 2,5 Meter und ähnelt in seiner flächigen Ausdehnung einem Kohlenflöz. In einem Teufenbereich von 800 bis 1300 Metern liegt das Kupferschieferflöz an der Basis der sogenannten Zechsteinformation, die sich im Erdzeitalter des Perms vor ca. 250 - 300 Millionen Jahren gebildet hat.
Andreas Leisdon
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