Seismische Untersuchungen der Lagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife

Nachdem die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH im Rahmen der Lagerstättenerkundung bis 2010 verschiedene Erkundungsbohrungen durchgeführt hat, wurde Anfang 2011 die seismische Untersuchung des Untergrunds vorgenommen. Von Mitte Januar bis Ende März 2011 wurden bei Spremberg Messungen im Auftrag der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH durchgeführt, die eine genaue Darstellung des gesamten Kupferschieferflözes in der Lagerstätte liefern. Zwei wichtige Erkenntnisse können für den weiteren Projektverlauf erlangt werden:

  • Die Anordnung der verschiedenen Gesteinsschichten wird sichtbar gemacht und so der optimale Standort für die Schächte ermittelt, die ab 2013 bei Spremberg errichtet werden sollen.
  • Die flächige Ausdehnung des Kupferschieferflözes sowie alle eventuell auftretenden Faltungen und Bruchstrukturen des Deckgebirges werden vollständig erfasst. Mit diesen Erkenntnissen kann eine detaillierte Planung des untertägigen Bergwerkes vorgenommen werden.


Untersuchungsgebiet

Die seismischen Untersuchungen haben in drei Phasen stattgefunden:

Erste Phase: Definition der Mess-Standorte

  • Ab Januar 2011 wurden in der ersten Vermessungsphase die Messlinien für die Auslage der Geophone und die Standorte der Vibrationsfahrzeuge von Vermessern bestimmt und entsprechend markiert.
  • Die Geophone wurden zusammen mit Messkabeln und Messboxen entlang der Messlinien ausgelegt.

Zweite Phase: Seismische Messungen

  • Ab Anfang Februar 2011 wurden mit Vibrationsfahrzeugen an den vorgesehenen Standorten die notwendigen Signale erzeugt.
  • Hochempfindliche Geophone haben dort diese Signale aufgenommen und in elektrische Daten umgewandelt. Diese wurden gespeichert und werden in den kommenden Monaten ausgewertet.

Dritte Phase: Wiederherstellung des Ausgangszustands

Die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH hat für die Untersuchungen die Firma DMT GmbH und Co. KG beauftragt, die mit ihren Fahrzeugen und Messgeräten die Untersuchungen vorgenommen hat. Die DMT führt routinemäßig in ganz Europa seismische Erkundungen durch. 

Vibrationsfahrzeuge der Firma DMT

Welche Auswirkungen haben die seismischen Untersuchungen auf die Umwelt?

Die von den Vibrationsfahrzeugen ausgehenden seismischen Wellen erzeugen kleinste Schwingungen, die von Mensch und Tier kaum wahrgenommen werden. Es handelt sich bei der hier angewandten Reflexionsseismik um eine Untersuchungsmethode, von der keine schädlichen Begleiterscheinungen für Mensch und Umwelt ausgehen wird.