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KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH

Die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH ist ein deutsches Bergbauunternehmen mit Sitz in Spremberg. Es ist ausgerichtet auf den Abbau von Kupferschiefererz in der Lagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife im brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis sowie einem angrenzenden Gebiet in Sachsen.

Über KSL Kupferschiefer Lausitz

Die Erkundungsphase, welche im Jahr 2009 mit Erkundungsbohrungen begann, wurde mit der Seismik Anfang 2011 erfolgreich abgeschlossen. Nun befindet sich die KSL in der Planungs- und Genehmigungsphase für das Bergwerk. Dazu führt sie derzeit eine technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie durch, welche parallel zu den Genehmigungsverfahren läuft. Die Produktion von Kupfererz ist nach der Planfeststellung und Errichtung des Bergwerks zum Ende des Jahrzehnts geplant.

Die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Minera S.A., einer internationalen Bergbauholding, die auf die Erkundung und den Abbau von Buntmetall- und Edelmetall-Erzen spezialisiert ist. Im Jahr 2007 wurde der Minera S.A. von den Bergbehörden der Länder Brandenburg und Sachsen die Aufsuchungserlaubnis für das Gebiet Spremberg-Graustein-Schleife erteilt.

Mitte 2010 erteilte das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Brandenburg die Gewinnungsrechte für Kupfer in der Lagerstätte Spremberg-Graustein. Anfang des Jahres 2011 wurde auch die Bewilligung für den Abbau im sächsischen Teil der Lagerstätte durch das Sächsische Oberbergamt in Freiberg erteilt.

Bewilligungsgebiete und Lagerstätten

Bewilligungsgebiete Brandenburg und Sachsen

Die Lagerstätten befinden sich in unmittelbarerer Nähe zur polnischen Grenze und wurden bereits zu DDR-Zeiten von 1954 bis 1980 erkundet.Von 2008 bis 2010 hat eine Neubewertung stattgefunden. Mit bis zu 1.300 Meter tiefen Bohrungen verifizierte KSL die damaligen Ergebnisse, untersuchte eine mögliche Erweiterung der Lagerstätte und testete die Gewinnbarkeit der Metalle.

Kupferlagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife

Die Kupferlagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife enthält nach aktuellen Erkenntnissen 150 Millionen Tonnen Erz und 1,5 Millionen Tonnen Kupfermetall. Die Lagerstätte erstreckt sich über eine Fläche von 15 km in der Länge und 3 km in der Breite und hat eine Erz-Mächtigkeit von durchschnittlich 2,5 Meter, wobei örtlich Mächtigkeiten von bis zu acht Metern anstehen können. In einem Teufenbereich von 800 bis 1.300 Metern liegt das Kupferschieferflöz an der Basis der sogenannten Zechsteinformation, die sich im Erdzeitalter des Perms vor ca. 255 Millionen Jahren gebildet hat.
Firmensitz von KSL Kupferschiefer Lausitz in der Lange Strasse 14-16 in Spremberg

Von Januar bis März 2011 führte die Firma DMT GmbH aus Essen im Auftrag der KSL seismische Untersuchungen des tiefen Untergrunds rund um die Gemeinden Spremberg, Graustein und Schleife durch. Sie geben Aufschluss über die Struktur der untertägigen Kupfererzlagerstätte. Damit können die wesentlichen Bestandteile des Grubengebäudes, wie Schächte, Strecken und Abbaubetriebspunkte geplant werden.

Das bisherige Verständnis der untertägigen Strukturen wurde im Wesentlichen bestätigt. Damit kann die Bergwerksplanung in eine neue Phase eintreten.